In technischen Auseinandersetzungen wird häufig bewertet, bevor festgestellt wurde. Das Ergebnis ist dann angreifbar – unabhängig davon, ob es inhaltlich zutrifft.
Feststellung
Die Feststellung beschreibt den Zustand: was vorhanden ist, wie es ausgeführt wurde, was messbar oder sichtbar ist, was dokumentiert vorliegt.
Bewertung
Die Bewertung ordnet die Feststellung ein – gegen Vertrag, Planung, Norm und anerkannte Regeln der Technik. Sie beantwortet die Frage nach Ursache, Auswirkung und Konsequenz.
Warum die Reihenfolge zählt
Nur wenn die Feststellung vollständig dokumentiert ist, bleibt die Bewertung überprüfbar. Das ist der Kern des Arbeitsprinzips: Ich prüfe, bevor ich bewerte.
Jede Bewertung muss auf eine dokumentierte Feststellung zurückführbar bleiben – sonst ist sie eine Meinung.

